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Die Anfänge der Gilde

Damals im Februar 2005, World of Warcraft war gerade in Deutschland erschienen, entschieden sich die vier Freunde Inge Meysel, Millzen, Wayne und X2C eine Gilde zu gründen. Jedoch war dies nicht auf
Zuluhed, sondern auf dem PVE-Server Kargath, auf dem die vier begonnen hatten WoW zu spielen. Auch ein Name war schnell für die Gilde gefunden und somit begann das Kapitel easYplaY.
Schon bald jedoch merkte man, dass man mit einem PVE-Realm nicht die richtige Wahl getroffen hatte und so entschieden sich die vier auf Zuluhed noch mal neu anzufangen. Zuluhed schien dafür prädestiniert
zu sein, da dieser Server erst eine Woche nach Release eröffnet wurde und so fanden sich auch viele auf dem Server ein, die davor erst auf einem PVE-Realm begonnen hatten.
Am 28. Februar 2005 war es dann soweit und die Gilde wurde auf Zuluhed neu gegründet. Das Amt des Gildenmeisters bekleidete Wayne mit seiner Magierin Gerda. Die anderen drei landeten nach diversen
Namenswechseln bei der Priesterin Allis (Inge), dem Jäger Themillzen und dem Paladin Hugo.
Die Gilde machte sich schnell einen Namen, denn die vier waren bald unter den höchsten Charakteren auf Zuluhed und viele andere, denen sie auf dem Weg zu Level 60 begegnet waren, schlossen sich der
Gilde an. Zu den bekanntesten darunter zählen Xell, Serp und Ghimley, die bis heute noch bei easYplaY spielen.
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Fusion der Gilde myRellik mit easYplaY, was zur Folge hatte, dass die Gilde nun zu den Größten des Servers zählte und sich mit am meisten Charaktere hohen Levels
in ihren Reihen befanden.
Bald darauf wurden die ersten 60 und die erste Hürde war geschafft. Auch hier konnte man unter den meisten der Namen die Gilde easYplaY sehen. Man besuchte unzählige male die damaligen Instanzen und
bald auch wurden die ersten Besuche der Raidinstanz UBRS unternommen bei denen weitere Kontakte geknüpft wurden.

Erste 40 Mann Raids – eine neue Herausfordung

Als auch dies nur noch Routine war, wurden als nächstes 40 Mann Raids, die für viele Spieler komplettes Neuland waren, auf die beiden Outdoor Bosse Kazzak und Azuregos geplant. Da man zu dieser Zeit
jedoch noch nicht alleine eine 40-köpfige Gruppe stellen konnte, wurde unter der Leitung von easYplaY zusammen mit Spielern aus anderen bekannten Gilden wie Lebende Legende oder Legacy of Lordaeron eine
Truppe zusammengestellt, die bei ihrem ersten Besuch des blauen Drachens Azuregos den Server-Firstkill erreichte.
Später, nachdem bereits andere Bündnisse Erfolge aus dem Geschmolzenen Kern (MC) zu berichten hatten, entschloss man sich auch ein Raidbündniss auf die Beine zu stellen. Neben Leuten aus easYplaY gewann
man dafür die Spieler der Gilde Noctis Amici (später bekannt durch den ersten Großmarschall Argrim) und einzelne Spieler aus den unterschiedlichsten Gilden Zuluheds, die man aus gemeinsamen Instanzbesuchen
kannte. Es entstand der Raid „easYplaY, Noctis Amici and friends“ unter der Leitung von Sanya, einer Druidin. Schnell wurden nun auch die ersten Bosse des MC besiegt, was nicht zuletzt an einer
hervorragenden Raidleitung lag, die Xell recht bald von Sanya übernahm. Woche für Woche wurden Fortschritte erzielt und auch Onyxias Hort wurde gesäubert. Kurz nachdem die ersten Gilden auf Zuluhed den
Endboss Ragnaros besiegt hatten, konnte auch der easYplaY-Raid den Feuerlord vernichten.

Doch die nächste Herausforderung wartete bereits. Der Pechschwingenhort (BWL) musste von Nefarian und seinem chromatischen Drachenschwarm gesäubert werden. Auch hier erwischte man einen eher schlechten
Start, da zu dieser Zeit die Instanzserver besonders beim ersten Boss in die Knie gingen und man mehrere Wochen lang geplagt von Laggs den ersten Boss Razorgore nicht bezwingen konnte. Als sich
die Instanzserver dann gebessert hatten schaffte der Raid es jedoch sehr schnell den eingefangenen Rückstand auf die anderen Gilden wieder zu verkürzen und man konnte in BWL vier Wochen nach dem ersten
Kill von Razorgore auch Nefarian als dritter Raid auf Zuluhed besiegen.
Knapp ein Jahr nach der Gründung war aus der kleinen Gilde vom Februar 2005 eine große Gemeinschaft geworden, die ihren Fokus auf das Bezwingen des Raidcontents setzte. Viele hatten Gefallen am
Raidcontent gefunden, aber auch außerhalb der Raids war immer etwas los und so kam nie Langeweile auf. Manche begeisterten sich für PVP und auch in den kleineren Raidinstanzen konnten Erfolge gefeiert
werden (Hakkar Firstkill). Trotz des Raids blieb die Gilde jedoch auch immer eine Gemeinschaft für Freunde, die nicht im Raid waren oder weniger Zeit zum Spielen hatten.

Der nächste Schritt – Der Tempel von Ahn’Qiraj

Noch während der Zeit im Pechschwingenhort packte man bereits das nächste Ziel an: Die Öffnung der Tore von Ahn’Qiraj, der nächsten Raidinstanz.
Themillzen wurde dazu die Questreihe zum Bau des Szepters für den Gong anvertraut, die bis heute in ihrem epischen Ausmaß einzigartig ist. Tagelanges Farmen der Käfer in Silithus und das Bezwingen
verschiedener Raidbosse verlangten von der Gilde sowie auch vom gesamten Server größten Einsatz und so war man Stolz als Themillzen endlich den Gong für die Öffnung von Ahn’Qiraj schlug und den Titel
Skarabäusfürst sein Eigen nennen konnte. Zu dieser Zeit beschloss auch Gerda mit WoW aufzuhören und übergab das Amt des Gildenmeisters an Themillzen.
Der Kampf um die Firstkills in Ahn’Qiraj war eröffnet und so schaffte man es schnell die ersten Bosse zu legen und erreichte als erste Gilde auf Zuluhed den Endboss C’thun. Der Raid hatte sich während
dieser Zeit ständig weiterentwickelt und viele die aus anderen Gilden im Raidbündniss dabei waren, schlossen sich dann auch der Gilde an. So geschah es auch während dieser Zeit, dass Noctis Amici mit
easYplaY fusionierte und nun somit fast alle Spieler des Raids auch in der Gilde easYplaY waren und man nannte sich daraufhin nur noch „easYplaY & friends“. Der bis dahin schwerste und originellste
Boss C’thun stellte auch für den Raid eine große Herausforderung dar, doch nach vielen Versuchen konnte man C’thun endlich im „letzten Try des Abends“ (dürfte vielen Gilden bekannt sein) besiegen.
Man hatte es geschafft einen Endboss als erste Raid des Servers zu bezwingen.

Naxxramas – Das Finale vor dem Addon

Bald darauf wurde von Blizzard die nächste und finale Instanz vor dem Addon herausgebracht und man begab sich in die Nekropole Naxxramas des Lichs Kel’thuzad. Aufgrund vieler Fußballfans, vor allem
in der Gildenleitung, wurde jedoch erstmal die WM im eigenen Land verfolgt und so überließ man anderen Gilden die ersten Firstkills in Naxxramas. Doch bald startete man wieder durch und konnte die
hinteren Bosse als erstes Bezwingen und nach mehreren Wochen an den „Four Horsemen“, schaffte man es auch diesen, für damalige Verhältnisse technisch anspruchsvollsten Encounter, zu besiegen. Der Weg
zum Frostwyrm Lair war frei. Jedoch gab es auch Probleme.
Anfang Dezember 2006 erschien der Patch 2.0, der das Spiel für das Addon vorbereitete, und mit dem Addon im Hinterkopf verloren auch manche die Motivation und so hatte auch der Raid Probleme zu allen
Terminen eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen. Dazu kam die baldige Weihnachtspause und so schmiedete man den Plan in der letzten Woche des Raids vor der Weihnachtspause und dem Addon die
verbleibenden zwei Bosse in Naxxramas zu töten. Für die letzte Woche setzte man sechs Raidtage an (statt den üblichen vier) und bekam zudem Unterstützung einer Handvoll Spieler der Gilde Lebende
Legende, die selbst noch vor den Horsemen standen.
Voller Tatendrang kämpfte man sich durch Naxxramas und konnte nach vier Tagen den Frostwyrm Sapphiron bezwingen. Es blieben somit noch 2 Raids für Kel’thuzad, den finalen Boss vor dem Addon, und so
setzte man am Dienstagabend, der letzte offizielle Raid von easYplaY vor dem Addon, alles auf eine Karte. Man trug alle Buffs zusammen die man finden konnte und das für viele unmöglich gehaltene wurde
geschafft und der Lich Kel’thuzad wurde bezwungen. Auch konnte Allis den Questgegenstand für den legendären Stab Atiesh looten und diesen fertig stellen. Für viele war dieser Kill seit dem Fall
Ragnaros’ der intensivste und emotionalste Moment des Spiels. Nach dem Erfolg wurde der Raid von vielen Spielern empfangen und es entstand die größte Party, die jemals in Ironforge stattfand. Eine
ereignisreiche Woche fand ihren krönenden Abschluss und man hatte sich die Weihnachtspause verdient und konnte Pläne fürs Addon schmieden.

The Burning Crusade – Auf ein Neues

Mit dem Addon begann das Leveln erneut und auch hier konnte man die ersten 70er des Servers stellen. Die Umstellung auf 25 Mann Raids war jedoch einfacher als gedacht, da leider viele mit dem Addon
aufhörten oder nicht mehr aktiv raiden wollten. Nach kurzer Zeit konnte man bereits den ersten Raid bilden und dort weitermachen wo man vor dem Addon aufgehört hatte. Der Raid besiegte Hochkönig Maulgar
in Gruuls Unterschlupf, sowie die beiden Outdoor Bosse Doom Lord Kazzak und Doomwalker als Erster des Servers. Nach etwas Übung folgten Gruul und Magtheridon und somit konnte man die Leute für die beiden
Tier 5 Raidinstanzen attunen.
Während dieser Zeit verloren jedoch weiterhin mehrere Leute die Lust am Raiden, was auch an der relativ frustrierenden Instanz Höhle des Schlangenschreins (SSC) lag, die Anfangs mit höllischen
Respawntimern und gebuggten Bossen nicht gerade Spaß machte und noch sehr unfertig wirkte. So hörte der Naxxramas Maintank Argrim auf und neuer Maintank wurde Darkblade, der auch schon seit BWL
bei easYplaY raidete. Auch Themillzen beschloss das Spiel zu beenden und übergab die Position des Gildenmeisters an Xell, der seitdem Raidleiter und Gildenmeister in Personalunion ist. Aufgrund
akutem Tankmangel entschloss er sich jedoch seinen Schurken Xell als Mainchar durch den Krieger Koloss zu ersetzten. Auch bei den Offizieren änderte sich seit dem Addon mehrmals die Besetzung und
letztendlich stießen Darkblade und später Zeya zu den verbleibenden Offizieren Allis, Serp, Yuripa und Ghimley. Vorallem durch den damals immer häufiger gebrauchten serverübergreifenden Charaktertransfer
konnten jedoch alle personellen Rückschläge kompensiert werden und es gelang viele gute Spieler von anderen namhaften Servern zu easYplaY zu holen.

Serpentshrine Cavern und Tempest Keep – die Tier 5 Instanzen

Aber auch SSC mit Lady Vashj als Endboss konnte letztendlich erfolgreich besiegt werden. Jedoch mit einigen Problemen. Lady Vashj war so ein Boss, der die Gilde an den Rand der Verzweiflung brachte.
Manche zweifelten an der Qualität des Raids und die Motivation war nach einem erfolglosen Raid immer auf dem Nullpunkt. Jedoch gelang es nach gefühlten 100 Wipes unter 5% (tatsächlich waren es sechs
oder sieben Wipes von 1%-8%) die Lady ins Nirwana zu befördern. Jedoch hatte dies Zeit gekostet und die neu gegründete Gilde Fusion konnte vor easYplaY Erfolge in der Festung der Stürme verzeichnen.
Seit langer Zeit hatte der Raid wieder einen ernstzunehmenden Konkurrenten um die Server-Firstkills. Dies trug dazu bei, dass die Motivation wieder stieg und auch die ersten drei Bosse in der Festung
der Stürme stellten kein Problem dar. Der nächste große Brocken stand nun im Weg: Kael’thas Sunstrider. Der für viele schwierigste Boss des gesamten Addons stellte den Raid wieder auf die Probe, doch
im Vergleich zu Lady Vashj bereitete dieser nicht ganz soviel Probleme.

Der Fall Illidan Stormrages

Ein paar Tage nachdem Fusion Kael’thas besiegte, konnte auch easYplaY den tatsächlichen Anführer der Blutelfen bezwingen und das Rennen um den Berg Hyjal und den Black Temple begann. Die ersten Bosse
der beiden Tier 6 Instanzen konnten relativ einfach Bezwungen werden. In Hyjal musste man Fusion bei den ersten drei Bossen den Vortritt lassen, konnte im Gegenzug dazu aber die ersten drei Bosse im Black
Temple als erstes besiegen. Bei den weiteren Bossen war es immer ein Kopf an Kopf Rennen. Nach zwischenzeitlichen Heilerproblemen und somit einer Woche ohne Progress-Raids konnte man zwar im Black Temple
aufschließen, verpasste aber den Firstkill von Archimonde. Man entschied sich somit den Fokus auf den Black Temple zu setzten und konnte Reliquary of Souls als erstes bezwingen, was einen großen Schritt
Richtung Illidan bedeutete.
Als nächstes stand Mother Shahraz im Weg, die damals noch als schwierigster Encounter im Black Temple galt. Der ganze Raid farmte das komplette Wochenende die Trashmobs auf dem Weg zur Mother um die
benötigten Herzen der Dunkelheit zusammen zu bekommen, die notwendig waren um die Schattenresistenz-Items zu bauen. Top vorbereitet konnten so Xell & Co die Mother am ersten Raidtag bezwingen und der
Weg war frei zu Illidan Stormrage, dem Herrscher über den Black Temple, da das Illidari Council keine große Herausforderung darstellte und am nächsten Tag bezwungen werden konnte.
Top motiviert und voll konzentriert wurde so Illidan Stormrage angegangen und musste sich am Ende dann auch dem Raid geschlagen geben. Man hatte das Rennen gewonnen, den bedeutendsten Gegner bezwungen
und konnte nach schwachem Start noch den deutschlandweit siebten Illidan Kill verbuchen.
Doch um das Ganze zu komplettieren fehlte immer noch Archimonde. Also ging es nach dem Sieg gegen Illidan noch mal zum Mount Hyjal. Nach den Erfolgen im Black Temple war dieser jedoch keine
Herausforderung mehr und konnte auch geschlagen werden. Game Over. Das Spiel war vorbei. Alle konnten zufrieden auf ein erfolgreiches Raiden mit seinen Höhen und Tiefen im Addon zurückblicken und es
hatte allen Wahnsinnig viel Spaß gemacht.

In Erwartung auf neue Abenteuer

Nach dem nun Ende August 2007 alle vorhandenen Herausforderungen des Addons gemeistert wurden konnte man sich entspannt zurücklehnen und die Instanzen abfarmen um sich die kommende Raidinstanz
Sunwell Plateau zu rüsten. Der Raidplan konnte auf 2 Raids die Woche reduziert werden und durch nahezu perfekte Ausrüstung schaffte man es die Instanzen immer schneller zu clearen. Der Berg Hyjal
konnte in 90 Minuten und der Black Temple in 3 Stunden komplett geleert werden. Zwischenzeitlich sorgte die neu erschienen 10er Instanz Zul’Aman für Abwechslung und so konnte sie am ersten Tag bereits
geleert werden und man errang auch hier den Zul’Jin Serverfirst. Andere widmeten sich in ihrer freien Zeit dem PvP und Arena-System und konnten auch hier relativ erfolgreich mitspielen.

Mit hoffentlich baldigem Erscheinen der neuen Raidinstanz Sunwell Plateau geht es jedoch wieder los und für viele wird es höchste Zeit, dass wieder neue Bosse geraidet werden. Alle sind wieder bis in
die Haarspitzen motiviert und bestens vorbereitet auf die neuen Herausforderungen im Sunwell Plateau. Erste Eindrücke des Testrealms versprechen bereits eine sehr schön designete Instanz mit interessanten
Bossen.

Abschließend lässt sich auf eine sehr schöne Zeit zurückblicken, von den Anfängen der Gilde über das Raiden im Geschmolzenen Kern bis zum Fall Illidan Stormrages. Auf nun drei Jahre Gilde und über
zweieinhalb Jahre Raid kann man zurückblicken und von vielen Freunden musste man sich verabschieden, konnte aber auch viele neue Freunde gewinnen. Doch selbst jetzt besteht die Gilde noch aus vielen
Urgesteinen. Bis auf Darkblade, der jedoch auch seit Anfang BWL bei easYplaY ist, sind alle Offiziere bereits seit dem ersten Molten Core Raid dabei und insgesamt ein Drittel des Raids besteht noch
aus Leuten aus den MC und BWL Tagen und sind somit über 2 Jahre dabei. Diese Kontinuität, vor allem in der Leitung der Gilde und des Raids, trug zu einem großen Teil zum Erfolg der Gilde bei. Oft sah
man andere Gilden zerbrechen und auch bei uns in der Gilde gab es immer kleinere Probleme. Doch man hat es immer geschafft eine vernünftige Lösung zu finden. Es hat sich eine Gemeinschaft entwickelt
die mehr als nur zusammen raidet. Eine LAN bei Xell oder der Besuch der letztjährigen Games Convention konnten genutzt werden um sich auch außerhalb des Spiels kennen zu lernen. Und so bin ich mir sicher,
dass die Gilde auch weiterhin ihren Weg gehen wird. Mit dem Patch 2.4, dem Addon Wrath of the Lich King und allem was darüber hinaus kommen wird.